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Die Elbe - ein europäischer Strom im globalen Wandel

07.05.2012 - Das Hochwasser der Elbe vor zehn Jahren, der Trockensommer ein Jahr später – Extremereignisse offenbaren, wie verletzlich unsere Gesellschaft ist. Wie sich dies mit dem Klimawandel verändert, zeigt der jetzt veröffentlichte „Elbe-Atlas des globalen Wandels“. Er präsentiert Ergebnisse einer umfassenden Analyse zu den Wirkungen eines möglichen Klimawandels nicht nur auf den Wasserhaushalt selbst, sondern auch auf die hiervon abhängigen Wirtschaftssektoren. Dazu zählen die Stromproduktion, die Industrie, der Tourismus, die Schifffahrt oder die kommunale Wasserversorgung. Die Änderungen bis zum Jahr 2055 werden in detaillierten Karten veranschaulicht.
Die Elbe - ein europäischer Strom im globalen Wandel

Trockene Sommer, starker Regen im Winter: Klimawandel im Elbe-Gebiet. Bild: PIK

„Der Wasserhaushalt ist in besonderer Weise vom Klimawandel betroffen“, erklärt der Projektleiter Frank Wechsung vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Deshalb wurden Analysen wie die vorliegende sehr früh vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. „Verringert sich jahreszeitlich das Wasserangebot, kommt es zu Nutzungskonflikten von Industrie, Landwirtschaft, Privathaushalten“, so Wechsung. „Unser Atlas zeigt die Problemschwerpunkte und unterstützt dadurch Anpassungsmaßnahmen.“ Das großformatige Werk wurde zusammen mit Wissenschaftlern aus Partnerinstitutionen des GLOWA-Elbe Verbundvorhabens und dem Leibniz-Institut für Länderkunde erstellt.

Im Sommer erscheint außerdem eine begleitende Buchveröffentlichung („Die Elbe im globalen Wandel“, Weißensee Verlag). Die Autoren rund um Frank Wechsung diskutieren hier unter anderem die Kosten eines möglichen Klimawandels und von Anpassungsmaßnahmen. In einem noch laufenden Forschungsprojekt wird die an der Elbe erprobte Vorgehensweise auf Teile des Haihe-Flusses in China übertragen. Im Guanting Einzugsgebiet eine knappe Autostunde von Peking entfernt werden in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Fachleuten Anpassungsmöglichkeiten des Wassermanagements in einer wirtschaftlich boomenden und zugleich vom Klimawandel absehbar betroffenen Region analysiert.

 

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