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Berliner Bischof: Klimawandel „berührt den Kern der christlichen Botschaft“

06.07.2012 - Die Evangelische Kirche sieht die Erderwärmung als zentrale Herausforderung. „Das Klimaproblem berührt den Kern der christlichen Botschaft“, erklärte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, diese Woche bei einem Besuch am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Die Bewahrung der Schöpfung ist unser Auftrag“, sagte er. Umso schmerzlicher sei, dass manche Erfolge der Aufbauarbeit von Evangelischem Entwicklungsdienst und Brot für die Welt in den ärmsten Ländern der Welt, durch den Klimawandel wieder zunichte gemacht würden.
Berliner Bischof: Klimawandel „berührt den Kern der christlichen Botschaft“

Bischof Markus Dröge und PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber. Foto: PIK

Gemeinsam mit Mitgliedern der Kirchenleitung ließ Dröge sich vom PIK-Chefökonom Ottmar Edenhofer über globale Herausforderungen und lokale Lösungsansätze zum Thema Klimawandel und Gerechtigkeit informieren. „Man muss die Atmosphäre heute als ein globales Gemeinschaftsgut betrachten“, erklärte Edenhofer. Die Nutzung dieses Gemeinschaftsgutes als Deponieraum für Treibhausgase müsse geregelt werden.

Im Gespräch mit Institutsdirektor Hans Joachim Schellnhuber ging es um Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Kirche und Klimaforschern. „Weil durch die Öffentlichkeit der Generalverdacht des Alarmismus gegenüber der Forschung geistert, ziehen sich manche Wissenschaftler wieder in den geschützten Raum ihres Elfenbeinturms zurück“, sagte Schellnhuber. Das sei für das PIK keine Option. „Wir stellen unser Wissen gern jedermann zur Verfügung.“

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