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Wissenschaft und Politik: Dialog in Durban

06.12.2011 - Führende Politiker und Forscher haben diese Woche in Durban die Klimaverhandler aufgefordert, die wissenschaftlichen Erkenntnisse ernst zu nehmen und die Herausforderung des Wandels zur Nachhaltigkeit anzugehen. Unter den Teilnehmern dieses Dialogs waren Jacob Zuma, Präsident von Südafrika und Ko-Vorsitzender des vom UN-Generalsekretär eingesetzten High-Level Panel on Global Sustainability und die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard, wie auch Rajendra Pachauri, Vorsitzender des Weltklimarats IPCC und Nicholas Stern von der London School of Economics. Geleitet wurde die Diskussion von Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, und Johan Rockström, Direktor des Stockholm Environment Institute.
Wissenschaft und Politik: Dialog in Durban

Südafrikas Präsident Zuma und Maite Nkoana-Mashabane, Vorsitzende des COP 17 Klimagipfels von Durban, beim "High-level Dialogue" von Politik und Wissenschaft. Foto: K. Gullason / Stockholm Environment Institute

„Unter zwei Grad globaler Erwärmung zu bleiben, ist nicht nur ein Ziel des Umweltschutzes, sondern auch ein entscheidendes entwicklungspolitisches Ziel“, sagte Schellnhuber. „Jenseits dieser Linie würden wir viele Kipp-Punkte überschreiten, etwa beim Abschmelzen der großen Eis-Schilde und bei der Störung des asisatischen und afrikanischen Monsun-Systems.“ Die Beantwortung der Nachhaltigkeitsfrage dürfe „nicht verzögert werden durch politischen Streit“, sagte Nicholas Stern. Alle Länder müsssten wegkommen von der CO2-intensiven Wirtschaftsweise. „Angesichts der Unterschiede der Verteilung von Wohlstand und Ressourcen ist allerdings klar, dass die entwickelten Länder die Führung übernehmen müssen bei Finanzen, Technologie, Investitionen – und anerkennen, dass sie damit auch sich selbst nützen, weil es die Zukunft unseres Planeten und unserer Spezies sichern hilft.“

Das Treffen knüpft an das dritte Nobelpreisträger-Symposium zur Globalen Nachhaltigkeit an, das in diesem Mai in der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Stockholm stattfand. Die Reihe der „Nobel Cause“-Konferenzen wurde 2007 ins Leben gerufen von Schellnhuber. Bei jedem dieser Ereignisse versammelten sich rund fünfzig der renommiertesten Denker der Welt und Fachleute zum Thema Nachhaltigkeit, die Hälfte von ihnen Nobelpreisträger. In Stockholm verfassten sie ein Memorandum, zu dessen Übergabe eine Delegation des High-level Panel on Global Sustainability der Vereinten Nationen eigens nach Schweden kam. Der Text soll eingehen in die Vorbereitungen des Nachhaltigkeits-Gipfels Rio+20 im kommenden Jahr.

 

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