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Erdsystem-Modelle von hoher Recheneffizienz

20.01.2011 - Erdsystemmodelle mittlerer Komplexität standen diese Woche im Mittelpunkt eines Workshops in Potsdam. Teilnehmer aus zehn Ländern diskutierten die Zukunft dieser Modelle und ihren Beitrag zum nächsten Sachstandsbericht des oft als Weltklimarat bezeichneten IPCC, des Intergovernmental Panel on Climate Change. Im Gegensatz zu den am höchsten entwickelten Erdsystemmodellen bieten jene mittlerer Komplexität große Recheneffizienz, also relativ geringe Kosten. „Aus diesem Grund können wir mit diesen Modellen mehr und längere Projektionen in die Zukunft durchführen“, sagt Andrey Ganopolski vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
Erdsystem-Modelle von hoher Recheneffizienz

Earth System Models of Intermediate Complexity (EMICs). Quelle: PIK

Diesen wichtigen Vorteil von EMICs – Earth System Models of Intermediate Complexity – demonstrierte Heiko Goelzer von der Universität Brüssel mit einer umfassenden Analyse von Unsicherheiten in Langzeitprojektionen zur Entwicklung des Klimas und des Meeresspiegels. Diese Art von Untersuchungen ist mit Erdsystemmodelle hoher Komplexität noch zu teuer. Viktor Brovkin vom Max-Planck-Instititut in Hamburg und Eva Bauer vom PIK stellten bahnbrechende Ergebnisse von Simulationen des letzten Eiszeitzyklus vor, die sie mit dem am PIK entwickelten Klima- und Biosphären-Modell CLIMBER durchgeführt haben. Die Ergebnisse werfen Licht auf die Mechanismen von Änderungen im Klima und beim Kohlendioxid in der Vergangenheit. Die Präsentationen bei dem Workshop machten insgesamt die sehr große Bandbreite von Anwendungen deutlich.

Das Treffen wurde gemeinsam organisiert vom PIK in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institute für Meteorologie in Hamburg und dem franzöischen Laboratoire des Sciences du Climat et l'Environnement in Gif-sur-Yvette.

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