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Havelland-Fläming wird Modellregion für Klimaschutz durch Raumordnung

15.07.2009 - Das Bundesverkehrsministerium hat die brandenburgische Region Havelland-Fläming als Modellregion für den Klimaschutz ausgewählt. Bis zum Jahr 2011 sollen regionale Akteure prüfen, welchen Beitrag die Raumordnung bei der Anpassung an den Klimawandel leisten kann. Die Entwicklung und Erprobung von Klimaschutz-Strategien werden vom Ministerium mit 60.000 Euro unterstützt. Bundesweit wurden sieben weitere Modellregionen ausgewählt.
Havelland-Fläming wird Modellregion für Klimaschutz durch Raumordnung

Manfred Stock vom PIK (links im Bild) diskutiert mit Teilnehmern der Klimakonferenz in Berlin. Quelle: L. Schneider, Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming

Auf der Klimakonferenz am 2. und 3. Juli in Berlin diskutierten Akteure der Modellregionen erstmals mit 100 Vertretern aus Wissenschaft und Praxis den Projektverlauf. Während für Stadtregionen wie Stuttgart oder Mittlerer Oberrhein die Gestaltung von Stadträumen unter den Bedingungen von Wärmestress Schwerpunkt ist, wird es für die Region Havelland-Fläming vorrangig um sommerliche Trockenperioden und extreme Wetterereignisse gehen. Für die Region Oberes Elbtal/Osterzgebirge soll geprüft werden, wie Auswirkungen von Elbe-Hochwassern abgemildert werden können. Diese Unterschiedlichkeit der Herausforderungen war für das Ministerium bei der Auswahl der Modellregionen entscheidend.

Die parlamentarische Staatssekretärin Karin Roth forderte von den Vertretern der Regionen „fachübergreifendes Querdenken“. Um neue Herausforderungen bewältigen zu können, müsse man eingefahrene Gleise verlassen und eine öffentliche Diskussion führen. Roth hob hervor, dass in der Brandenburger Modellregion Schulen in das Projekt eingebunden sind – eine Initiative, die den anderen Modellregionen empfohlen wurde.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat die Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming bei der Antragstellung beraten. Für das Projekt sollen an sechs Standorten Wetterdaten aufgenommen und im Hinblick auf die regionalen Ausprägungen besonderer Witterungsverläufe ausgewertet werden. Das Projekt zielt darauf ab Räume mit bereits erkennbaren Risiken durch den Klimawandel ausweisen zu können, Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln und in den Regionalplan 2020 zu integrieren. Zudem sollen weitergehende Maßnahmen zur Minderung der Klimafolgen unterstützt werden.


Weiterführende Links:
Website der Region
www.havelland-flaeming.de

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