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Bundesumweltminister begrüßt Ottmar Edenhofers TU-Professur

05.11.2008 - Am gestrigen Dienstag hat Ottmar Edenhofer, Chefökonom und stellvertretender Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), seine Antrittsvorlesung an der Technischen Universität (TU) Berlin gehalten. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel würdigte Edenhofer in seiner Rede zu diesem Anlass als exzellenten Wissenschaftler. Gabriel unterstrich zudem die Bedeutung der universitären Ausbildung für die Herausforderung der Industriegesellschaften, ihren wirtschaftlichen Erfolg auf nachhaltige Weise zu sichern.
Bundesumweltminister begrüßt Ottmar Edenhofers TU-Professur

Sigmar Gabriel hielt eine Rede zur deutschen Klima- und Energiepolitik. Foto: TU Berlin

Edenhofer tritt die Professur „Ökonomie des Klimawandels“ auf gemeinsame Berufung durch die TU Berlin und das PIK an. Die von der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz mit initiierte Professur wird von der Stiftung auch mit getragen. „Vernünftiger Klimaschutz ist eine Investition in die Zukunft“, sagte Michael Otto, der Vorsitzende des Stiftungs-Kuratoriums in seinem Grußwort. Nun brauche man junge Ökonomen, Techniker und Ingenieure, die Lösungen aufzeigen, so Otto. An diesem Punkt setzt das Engagement der Stiftung im Hochschulbereich und Edenhofers Professur an.

Auch der Bundesumweltminister sieht Deutschlands Rolle in der Globalisierung darin, technische Lösungen für ökonomische und ökologische Fragen zu liefern. „Wir müssen anderen zeigen, wie es geht“, sagte Gabriel zu den Reduktionszielen Deutschlands und der Europäischen Union beim Ausstoß von Treibhausgasen. Wenn die EU es nicht schaffe, diese Ziele zu erreichen und die teils unterschiedlichen Interessen ihrer Mitgliedsländer auszugleichen, gebe es auch keine Chance auf ein global gültiges Abkommen für den Klimaschutz.

Ottmar Edenhofer beschrieb vor den rund 400 Hörern Grundzüge dieses „New Deals“ für das Klima. Der zentrale Aspekt sei die Schaffung eines globalen Kohlenstoffmarktes. Der Ausstoß von CO2 müsse einen Preis haben, sagte Edenhofer. Gleichzeitig gilt es die Nutzungsrechte an der Atmosphäre gerecht zu verteilen. Der New Deal müsse gleichermaßen den Kriterien der Effizienz und der Gerechtigkeit genügen.

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