Für die Herausgabe der Großwetterlagen zum jetzigen Zeitpunkt gibt es mehrere Gründe: Zum einen ist die Zeitreihe um fünf Jahre verlängert worden, zum anderen sind die inzwischen zahlreichen Hinweise der Nutzer bei der Neuauflage berücksichtigt worden. Außerdem wurde die Reihe der Großwetterlagen homogenisiert. BAUR definierte die Großwetterlage als "die mittlere Luftdruckverteilung eines Großraumes, mindestens von der Größe Europas während eines mehrtägigen Zeitraumes" (3) . HESS und BREZOWSKY legten für diesen Zeitraum eine Mindestdauer von drei Tagen fest (7) . In der Vergangenheit wurde diese Festlegung von den verschiedenen Bearbeitern zum Teil unterschiedlich interpretiert, so daß es neben den Andauern von mindestens drei Tagen auch solche von ein und zwei Tagen gibt. Um zukünftig Probleme bei der Untersuchung des Andauerverhaltens der Großwetterlagen zu vermeiden, wurde die Reihe in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst entsprechend den Vorgaben von HESS und BREZOWSKY vereinheitlicht. Auf dieser Basis wurden die in der 4. Auflage (4) durchgeführten statistischen Auswertungen aktualisiert, weniger aussagekräftige Teile herausgenommen und durch neue Untersuchungen ersetzt.
Nicht beeinflußt von diesen Überarbeitungen blieben die typischen Charakteristika für die Großwetterlagen und die Musterbeispiele einschließlich der dazugehörigen 500-hPa-Karten.
Die den Auswertungen beigefügten Tabellen und Abbildungen wurden auf das Notwendige reduziert und sollen als Grundlage für weiterreichende Untersuchungen verstanden werden.
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