Katalog der Großwetterlagen Europas


3.4.2 Zeitliche Darstellung

Aus den bisher dargestellten Ergebnissen geht hervor, daß die Großwetterlagen in der Charakteristik ihres Auftretens zeitlich nicht konstant sind. Es stellt sich damit die Frage, ob diese zeitliche Variabilität auch bei der Betrachtung der Zusammenhänge zwischen den GWL und den meteorologischen Größen zu beobachten ist. Um diese Frage zu beantworten, wurden die am häufigsten auftretende zyklonale Lage (WZ) und antizyklonale Lage (HM) im Zusammenhang mit den meteorologischen Größen Tagesmaximum und -minimum der Lufttemperatur sowie der Niederschlagssumme für die Stationen Potsdam, Hamburg, Karlsruhe und München für den Sommer und den Winter untersucht. Zusätzlich ermöglicht die Auswahl der Stationen Aussagen zur zeitlichen Entwicklung der zentralen räumlichen Struktur der entsprechenden Witterung in Mitteleuropa. Die Ergebnisse sind in den Abb. 15 bis Abb. 26 graphisch dargestellt und können wie folgt interpretiert werden:

WZ

HM

Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß neben der bereits diskutierten zeitlichen Variabilität der Großwetterlagen, deren Witterungsverhalten ebenfalls deutlichen zeitlichen und räumlichen Änderungen unterworfen ist.

Anmerkung:

Neben den hier dargestellten Ergebnissen bieten diese und auch die anderen Großwetterlagen noch weitere Interpretationsmöglichkeiten. Es muß darauf hingewiesen werden, daß die beschriebenen Zusammenhänge eine große Variationsbreite besitzen und wegen dieser Tatsache als nicht stationär angesehen werden können.


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