NEA
Nordostlage
über Mitteleuropa überwiegend
antizyklonal
Von den Azoren erstreckt sich eine Hochdruckbrücke über die Britischen Inseln nach Nordeuropa mit antizyklonaler Ausweitung bis Mitteleuropa. An der Nordwestflanke des Hochdrucksystems ziehen atlantische Störungen zum Eismeer. An der Südostflanke strömt Festlandsluft nach Mitteleuropa. Über dem westlichen Rußland befindet sich häufig ein ausgedehntes Tiefdrucksystem.
Verwandte GWL:
in zyklonaler Richtung NEZ, TM, HFZ, in antizyklonaler Richtung HFA
Häufigkeiten:
Max. - Juni, Min. - Dezember
NEZ
Nordostlage
über Mitteleuropa überwiegend
zyklonal
Wie bei der antizyklonalen Form erstreckt sich ein Hochdrucksystem von den Azoren nach Skandinavien. Über Mitteleuropa läßt aber eine zyklonale Einbuchtung das Vorhandensein von Kaltluft in der Höhe (Kaltlufttropfen oder Trog mit Achsenrichtung Nordost-Südwest) erkennen. Dabei gleitet häufig Warmluft von Rußland her westwärts auf die mitteleuropäische Kaltluft. Auch der mittlere und östliche Teil des Mittelmeeres steht unter zyklonalem Einfluß.
Verwandte GWL:
in zyklonaler Richtung TM, HNZ, in antizyklonaler Richtung NEA
Häufigkeiten:
Max. - April, Min. - November
HFA
Hoch Fennoskandien
über Mitteleuropa überwiegend
antizyklonal
Am Boden liegt ein umfangreiches in den Wintermonaten kräftiges Hochdruckgebiet über ganz Fennoskandien und oft auch über Nordrußland. In der Höhe befindet sich etwas weiter im Westen ein blockierender Hochkeil, manchmal auch ein abgeschlossenes Hoch über Norwegen. Mitteleuropa wird am Südrand des hohen Drucks antizyklonal beeinflußt. Der Atlantik wird meist gleichzeitig von einem umfangreichen Tiefdrucksystem beherrscht. Eine kräftige Frontalzone erstreckt sich vom Mittelatlantik zu den Britischen Inseln und biegt dann scharf nach Norden bis Nordosten ab (Blockierung). Im Mittelmeerraum befinden sich nur schwächere Störungen.
Verwandte GWL:
in zyklonaler Richtung HFZ, HNFZ, SEZ, NEZ, in antizyklonaler Richtung HNFA, SEA, NEA
Häufigkeiten:
Max. - März, Min. - Juni
HFZ
Hoch Fennoskandien
über Mitteleuropa überwiegend
zyklonal
Über dem mittleren und nördlichen Fennoskandien liegt ein blockierendes Hoch. Zwischen diesem und einem ausgedehnten Höhentiefsystem über dem südlichen Mitteleuropa und dem Mittelmeer herrscht eine östliche Luftströmung von Mittelrußland über Mitteleuropa bis zu den Britischen Inseln, von wo ab sie dann nordwärts verläuft. Auf diesem Weg wandern im Winter zeitweise Kaltlufttropfen westwärts. Die atlantische Frontalzone wird über dem Ostatlantik aufgespalten in einen nach Ostgrönland - Eismeer weisenden Zweig und einen südlichen Zweig, der über die Biskaya und das Mittelmeer hinweg bis in die Ukraine reicht. Störungen dieser Zugbahn greifen zeitweise auf das südliche Mitteleuropa (Alpenvorland) über.
Verwandte GWL:
in zyklonaler Richtung HNFZ, TM, in antizyklonaler Richtung HFA, HNFA
Häufigkeiten:
Max. - Februar, Min. - Juni
HNFA
Hoch Nordmeer-Fennoskandien
über Mitteleuropa überwiegend
antizyklonal
Eine langgestreckte, manchmal brückenartige Hochdruckzone reicht vom Raum Island bis nach Nordrußland und in ihrem südlichen Teil bis in das nördliche Mitteleuropa. Da gleichzeitig über dem Mittelmeer tieferer Luftdruck vorherrscht, entsteht eine durchgehende, meist aber nur schwache Ostströmung von Westrußland über Mitteleuropa bis zu den Britischen Inseln oder darüber hinaus. Nördlich des Hochdrucksystems herrscht vielfach eine intensive Westströmung von Nordgrönland zum Eismeer.
Verwandte GWL:
in zyklonaler Richtung HNFZ, SEZ, HNZ, in antizyklonaler Richtung SEA, HNA
Häufigkeiten:
Max. - Mai, Min. - Oktober
HNFZ
Hoch Nordmeer-Fennoskandien
über Mitteleuropa überwiegend
zyklonal
Wie bei der antizyklonalen Form liegt eine langgestreckte, blockierende Hochdruckzone zwischen Island und Nordrußland. Über Mitteleuropa, oft auch über Frankreich, befindet sich ein Höhentief, das manchmal auch als Kaltlufttropfen abgeschlossen ist, so daß bei einer östlichen Bodenströmung Aufgleitvorgänge auftreten. Eine atlantische Frontalzone befindet sich nördlich des Hochdrucksystems, von der aus sich manchmal ein Ast bis zum westlichen Mittelmeer ausdehnt.
Verwandte GWL:
in zyklonaler Richtung HFZ, TM, WS, in antizyklonaler Richtung HNFA, SEA
Häufigkeiten:
Max. - März, Min. - September
SEA
Südostlage
über Mitteleuropa überwiegend
antizyklonal
Von Südosteuropa erstreckt sich ein Hochdruckrücken über die Ostsee und Südskandinavien zum Nordmeer, manchmal auch bis nach Island. Über dem südlichen Ostatlantik liegt ein kräftiges Zentraltief. Randstörungen dieses Tiefs erfassen im wesentlichen nur Westeuropa und streifen zeitweise das westliche Mitteleuropa.
Verwandte GWL:
in zyklonaler Richtung SEZ, in antizyklonaler Richtung SA, HFA
Häufigkeiten:
Max. - März, Min. - Juli
SEZ
Südostlage
über Mitteleuropa überwiegend
zyklonal
Über Südrußland und der Ukraine liegt ein blockierendes Hoch, das sich mit einem Ausläufer bis zum Nordmeer erstreckt. An seiner Westflanke liegt ein ausgeprägter Tiefausläufer, der vom Ostatlantik südostwärts über Westeuropa hinweg bis zum westlichen Mittelmeer reicht, wo sich oft ein eigenes Höhentief befindet. Die atlantische Frontalzone ist vom mittleren Nordatlantik über Südwesteuropa zum Mittelmeer gerichtet. Von dort verläuft sie über Mitteleuropa hinweg zum Nordmeer.
Verwandte GWL:
in zyklonaler Richtung TRW, SZ, in antizyklonaler Richtung SEA
Häufigkeiten:
Max. - Februar, Min. - Juli, August
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