Heinrich-Ereignisse beziehen sich auf grossskalige Abrutsch-Geschehnisse des Laurentidischen Eisschildes. Sie stehen im Zusammenhang mit dramatischen abrupten Klimaänderungen während dem letzten Glazial. Unter Benutzung eines Atmospären-Ozean-Biospären-Inlandeis-Modells simulierem wir hier quasi-periodische grossskalige Gleitvorfälle vom Laurentidischen Eisschild. Die mittlere Zeit zwischen zwei gerechneten Ereignissen beträgt 7.000 Jahre, während die Gleitphase jedes Ereignisses nur einige Hundert Jahre dauert. Dabei entspricht der gesamte Eisabfluss 5 bis 10 m Meeresspiegelanstieg. Zugleich legen unsere Ergebnisse die Möglichkeit einer Synchronisierung zwischen den Instabilitäten verschiedener Eisschilde nahe wie es auch in Paläoklimaarchiven wiedergegeben ist.
Geophysical Research Letters 29 (24), 2216, doi:10.1029/2002GL016078 (2002)