Während des Quartärs erfuhr die Erde oftmals Phasen der starken Vereisung - die letzte dieser
Phasen begann vor 116.000 Jahren. Dabei formierte sich das meiste Eis in Nordamerika. In unserem
Modell erscheint der Aufbau der Inlandeismassen als Bifurkationsübergang vom interglazialen zum
glazialen Klimazustand. Ursache dieses Übergangs sind langsame regelmäßige Schwankungen von
Erdachse und Erdbahn, welche die Intensität der auf der Erde ankommenden
Sonneneinstrahlung verändern. Sie bewirken jedoch - auf quartären Zeitskalen gesehen - einen sehr
raschen Klimaumschwung, weil die Rückkopplung durch das Rückstrahlvermögen der
zunehmenden Schnee- und Eisfläche die Abkühlung verstärkt. Der
größte Anteil der nordamerikanischen Eisfläche entwickelte sich in lediglich 1000 Jahren.
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Heinrich-Ereignisse bestehen im Abgleiten großer Teile des Laurentidischen Inlandeis während
dem Glazial. Sie gehören
zu den interessantesten Phänomenen des Klimasystems. Heinrich-Ereignisse treten auf, wenn das basale
Eis über Hudson-Bai und Hudson-Straße den Schmelzpunkt erreicht und sehr schnell
über den rutschigen Untergrund gleitet. Während eines Heinrich-Ereignis stieg der Meeresspiegel
in einigen 100 Jahren um viele Meter und die thermohaline Zirkulation im Atlantik kam zu Erliegen.
Das führte zu
einer starken Abkühlung in weiten Teilen der nordatlantischen Region. Ein besseres Verständnis
dieser Instabilität von Paläo-Eisschilden ist sehr wichtig, um das zukünftige Verhalten der
heutigen Eisschilde besser beurteilen zu können.
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Ein weiterer Schritt zum Verständnis der quartären Klimaschwankungen ist die Modellierung
mehrerer glazialer Zyklen. Die Animation zeigt vier glazialen Zyklen.
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