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Forschungsinteressen

Anpassungsfähikgiet von Ökosystemen - und Gesellschaften - gegenüber Klimawandel


Ökosysteme und Gesellschaften sind unterschiedlich empfindlich gegenüber Klimawandel. Neben dem Expositionsrisiko und der Stärke des Einflusses spielt vor allem die Anpassungsfähigkeit eine grosse Rolle -und die ist am schwersten konzeptionell zu beschreiben und zu quantifizieren. Mich interessiert die Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen. Das beinhaltet das Konzept der Resilienz durch adaptives Management, aber auch die Anpassung von Bewertungssystemen, um Ökosystemfunktionen  in einer sich ändernden Umwelt langfristig zu erhalten. Zur Zeit arbeit ich im Rahmen des Projektes Schutzgebiete an dieser Thematik.

Weiterhin bin ich an gesellschaftlichen Anapssungsstrategien interessiert und habe meine Forschungsinteressen auf Ressourcenschutzmaßnahmen wie die effektivere Nutzung von Regenwasser (RWH-rain water harvesting) gerichtet. RWH-Praktken erlauben eine sehr viel effizientere Nutzung von Regenwasser, und können, in Kombination mit kleinskaliger Bewässerung erheblich dazu beitragen, die Welternährung zu sichern und sich den Millenium-Entwicklungszielen zu nähern.

Es ist allerdings noch nicht vollständig verstanden, welche biochemischen und physikalischen Voraussetzungen eine nachhaltige Nutzung und Veränderung des Wasserkreislaufes erlauben, noch welche sozio-kulturellen und ökonomische Voraussetzungen eine gerechte Anwendung erlauben. Daher wurde mit dem Internationalen Wasser Management Institut (IWMI) als ein erster Schritt eine Öffentliche Datenbank zu Anpassungshindernissen eingerichtet ( adoption constraints of natural resource conservation practices).

 


Vulnerabilität von Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen unter Klimawandel



Die Art der Ökosystemdienstleistungen wird stark durch Boden und Klima bestimmt, und durch globalen Wandel verändert. Die anthropogenen Veränderungen des Kohlenstoff- und Wasserhaushaltes verändern die Zusammensetzung von Arten und die Struktur von Ökosystemen. Eine wichtige Forschungsfrage ist daher, wie Ökosysteme auf Klimawandel reagieren, und welche Biodiversitätsparameter beeinflusst werden.

Ein Forschungsprojekt ist das oben bereits genannte zur Zukunft von Naturschutzgebieten unter Klimawandel. Mein spezielles Interesse ist unter Einbezug verschiedener Klimaszenarien zu erforschen, welche Ökosystemfunktionen sich am stärksten verändern werden, und welche auch in Natura 2000 beschriebenen Schutzziele am stärksten durch den Klimawandel gefährdet sind.

Ein wichtiges Forschungsinstrument in diesem Zusammenhang ist das mechanistische dynamische Vegetationsmodell LPJ-GUESS, welches an die relevanten funktionellen Typen angepasst wird, und perspektivisch dem Einbezug faunistischer Biodiversitätsparameter dienen soll.


Management von Biodiversität über verschiedene Skalen


Biodiversität ist ein fazettenreiches Konzept, welches von quantitativen Definitionen, die die Anzahl von Genen, Arten oder Eigenschaften beschreibt, bis hin zu welchen, welche die Gesamtheit der lebenden Organismen umfasst. Es wird benutzt, um evolutionäre Entwicklungen zu analysieren oder verschiedene Landschaftplanungsoptionen zu bewerten, und es spielt in der politischen Debatte um den Einsatz von genetisch veränderten Organismen, den ökonomischen und ästhetischen Wert von Landschaft und international verbindlichen Abkommen wie der zum Schutz der Biodiversität (UN Convention on Biological Diversity) eine Rolle.

Ich interesse mich sowohl für die biosystematische Ebene, mit einem Fokus auf Bodenarthropoden. Ich habe Tausenfüsserarten neu beschrieben, und habe die Zusammensetzung von Insekten und anderen Arthropoden in Abhängigkeit von Landnutzung in Amazonien und im südlichen Afrika analysiert.


Ich arbeite an konzeptionellen Ansätzen, um Biodiversität bewerten zu können, insbesondere in der Funktion, evolutives Potential zu bewahren. Mich interessiert auch die öffentliche Debatte dazu, da ich glaube, dass diese Diskussion nötig ist, um Entwicklung auch unter globalen Veränderungen wie Landnutzungswandel und Klimawandel zu ermöglichen.


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