Der Geschichts-Leistungskurs und der Kunst-Leistungskurs haben
gemeinsam auf dem Gelände des PIK ein Bildungszentrum eingerichtet, das besonders
jungen Menschen offen steht, um ihnen über mehrere Räume hinweg das
Wirken des Meteorologen Reinhard Süring, die Geschichte des Telegrafenbergs in
Potsdam und die meteorologische Arbeit anschaulich näher zu bringen.
Das PIK stellte die nötigen Räumlichkeiten zur Verfügung; sie gehören zu
dem historischen Gebäudekomplex des Meteorologischen Observatoriums auf dem
Telegraphenberg Potsdam mit der Säkularstation, Wirkungsstätte von Reinhard
Süring. Das PIK hat das Gebäude grundlegend und denkmalschutzgerecht sanieren lassen
und die Räume mit der nötigen Versorgungstechnik ausstatten können. Im PIK selbst und aus weiteren dem Institut nahe stehenden
Einrichtungen wurden zahlreiche historische und aktuelle Ausstellungsstücke
zusammengetragen. Dazu gehören meteorologische Messgeräte, aber auch Dokumente
und Arbeitsmaterialien aus dem Nachlass Sürings. In diesem Zusammenhang ist
auch das Engagement der auf die Initiative des PIK hin gegründeten
Reinhard-Süring-Stiftung zu sehen. Sie hat zum Ziel, entgegen geplanter Einsparungsmaßnahmen
das Lebenswerk von Reinhard Süring zu retten und zu erhalten in seiner
historischen Einmaligkeit und weiterzuführen in seiner wissenschaftlichen
Bedeutung für die Meteorologie.
Der Leistungskurs Kunst hat sich in Zusammenarbeit mit einer
Designerin
wichtige Grundlagen erarbeitet, die die Konzeption, die Gestaltung und
das
Umsetzen einer Ausstellung betreffen. Im nächsten Schritt erstellten sie
gemeinsam das Konzept für
die geplante Ausstellung, um im Anschluß mit der konkreten Arbeit an den
Ausstellungsmaterialien und der Raumgestaltung zu beginnen und dabei das
Ausstellungskonzept mit professioneller Hilfe zu verwirklichen.
Der Geschichts-Leistungskurs arbeitete an
der Aufbereitung des geschichtlichen Materials zur meteorologischen
Arbeit auf
dem Telegrafenberg Potsdam und zu Reinhard Sürings Lebenswerk und
übernahm
damit den inhaltlichen Ausbau der Ausstellung. Das am Standort
befindliche Süring-Archiv wurde dafür genutzt und mit einem Zeitzeugen
Sürings wurde ein Interview aufgezeichnet.
Im Kurs Darstellende Kunst erstellten die Schülerinnen und Schüler die
Audiobeiträge für die Wetterküche, so auch ein Hörspiel zur Ballonfahrt
Sürings.
Das Forschungsseminar der Universität Potsdam begleitete die Arbeit
in den Leistungskursen, die Zusammenarbeit untereinander, aber auch
zwischen Schule und PIK. Mit Hilfe unterschiedlicher
sozialwissenschaftlicher Methoden (Interview, Beobachtung, etc.) wurde
unter anderem der Frage nachgegangen, inwieweit die Beteiligten jeweils
von der gemeinsamen Arbeit profitieren. Die Ergebnisse wurden
unmittelbar im Prozess zurückgemeldet und für den
Schulentwicklungsprozess somit nutzbar gemacht, dokumentiert und werden
nach Abschluss des Projekts der interessierten Öffentlichkeit zugänglich
gemacht.
Teilprojekt II Bildungsserver:
Der Geografie-Leistungskurs und der Informatik-Leistungskurs arbeiten
gemeinsam an der Erstellung eines Bildungsservers, der die Forschungsfragen des
PIK behandelt und als Informationsplattform für Schülerinnen und Schüler in das
Online-Angebot des PIK-Portals integriert wird.
Das PIK stellt Server und
Content Management System zur Einrichtung und zur Erstellung des Bildungsservers
zur Verfügung (Groupspace und Webspace) und gewährleistet eine Veröffentlichung
mit guter Erreichbarkeit durch die Integration in die Struktur der
PIKInternetpräsenz. Die am PIK entwickelten populärwissenschaftlichen
Materialien (Präsentationen, Poster, Grafiken, Animationen) werden zur
Aufbereitung für und zur Integration in den Bildungsserver bereitgestellt. Das
PIK übernimmt im letzten Schritt die Überprüfung der Inhalte des Bildungsservers
auf ihre Richtigkeit.
Der Geografie-Leistungskurs hat eine Inhaltsstruktur
entwickelt und arbeitet das Material des PIK so auf, dass es in den
Bildungsserver eingestellt werden kann.
Der Informatik-Leistungskurs hat im
Content Management System (CMS) des PIK die Struktur des Bildungsservers aufgebaut
und füllt diese nun mit den Inhalten, die der Geografie- Leistungskurs
aufbereitet hat.
Das Forschungsseminar übernimmt auch hier, wie oben im Zusammenhang mit
dem Museumsprojekt beschrieben, die erziehungswissenschaftliche Begleitung,
Dokumentation und Auswertung des Arbeitsprozesses.
Teilprojekt III Klimaspiel:
Mit der Lenné-Gesamtschule und weiteren Schulen der Region werden
Aktionstage durchgeführt, an denen einzelne Klassen aber auch
fachübergreifend ganze Klassenstufen gemeinsam spielerisch das Thema
Klimawandel neu entdeckten. Das am PIK entwickelte
Brettspiel “Keep Cool” (Gerhard Petschel-Held, Klaus Eisenack), das
dabei zum Einsatz kommt,
motiviert dazu, geografisches und gesellschaftspolitisches Faktenwissen
zu
hinterfragen, dadurch zu vernetzen und im Sinne der Kompetenzentwicklung
zu
vertiefen.
Das PIK stellt in ausreichender Menge Exemplare der in den jeweiligen
Spielverlagen erschienenen Brettspiele zur Verfügung. Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter vom PIK, die auch an der Spielentwicklung beteiligt waren,
begleiten den Einsatz der Spiele, um aufkommende Fragen fachlich kompetent
aufzugreifen und in der Nachbesprechung zu diskutieren.
Das Forschungsseminar wertet die Aktionstage aus im Hinblick auf ihr
Potential für die Kompetenzentwicklung und entwickelt Konzepte für die
Einbindung des Spiels innerhalb des regulären Unterrichts sowohl in
Grund- als auch Oberstufen.