Klimawandel in Nordrhein-Westfalen
Weltweit deuten viele Zeichen darauf hin, dass Klimaveränderungen deutlich schneller ablaufen könnten, als im vierten Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses zum Klimawandel der Vereinten Nationen (IPCC) angenommen. Dieser sich verschärfende Klimawandel macht politisches Handeln auch in Deutschland erforderlich. Vor diesem Hintergrund wurde zwischen Mai und Dezember 2008 im Auftrag des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalens (MUNLV) eine Studie zur Verwundbarkeit und zu möglichen Anpassungsoptionen ausgewählter Sektoren durch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung durchgeführt.
Alle Analysen erfolgten auf der Basis des sogenannten A1B-Antriebsszenariums, welches bis 2100 eine gemischte Nutzung verschiedener Energieressourcen vorsieht. Nach diesem Szenario holen die Entwicklungsländer in ihrer Entwicklung auf und die Weltbevölkerung erreicht ihr Maximum in der Mitte des Jahrhunderts. Hinsichtlich einer Abschätzung potentieller Klimawirkungen ist A1B ein guter Repräsentator, tatsächlich liegt das momentane Emissionsprofil jedoch über dem sogenannten Worst-Case-Szenario (A1FI, Markerszenarium). Da niemand die Entwicklung der nächsten hundert Jahre, insbesondere die sozioökonomische Komponente, genau vorhersagen kann, wird der Leser viele Aussagen im Text des Berichts im Konjunktiv formuliert finden. Sollte es jedoch nicht gelingen den A1FI-Entwicklungspfad zu verlassen, dann könnten die hier beschriebenen Wirkungen noch deutlich stärker ausfallen.
Grundlage der Studie waren umfangreiche Statistiken und Datensätze zahlreicher Mess- und Beobachtungsprogramme zum Zustand von Natur und Umwelt in NRW, die dem PIK durch das MUNLV, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, und andere Landesbehörden in einer sehr kooperativen Weise zur Verfügung gestellt wurden. Hierfür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.
Projektleitung: Dr. Jürgen KroppGesamtbericht herunterladen:
Koordination: Anne Holsten
