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  <title>Aktuelles</title>
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  <item rdf:about="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/bundeskanzlerin-merkel-201efallen-sie-uns-politikern-auf-den-wecker201c">
    <title>Bundeskanzlerin Merkel: „Fallen Sie uns Politikern auf den Wecker“</title>
    <link>http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/bundeskanzlerin-merkel-201efallen-sie-uns-politikern-auf-den-wecker201c</link>
    <description>11.05.2012 - Die deutsche Bundeskanzlerin hat vor den Folgen ungebremsten Klimawandels gewarnt und die Wissenschaft aufgefordert, bei diesem Thema nicht locker zu lassen. „Bleiben Sie hartnäckig, fallen Sie uns Politikern manchmal auch auf den Wecker“, sagte Angela Merkel bei einem Symposium des vor zwanzig Jahren gegründeten Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU). Ein weltweites Abkommen zur Einhaltung der Zwei-Grad-Linie sei schwer zu erreichen, und die Energiewende erfordere von den Deutschen viel Bereitschaft zur Veränderung. Nichtstun aber sei keine Option. „Aller Fortschritt hilft nicht, wenn die Reaktion letztlich zu spät erfolgt“, so Merkel. „Deshalb empfehle ich immer, nachzuschauen, was passiert, wenn nichts passiert. Und das wird bitter.“</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Sie sehe Deutschland und Europa „in einer Vorreiterrolle auch aus ethischer Sicht“, erklärte Merkel auf der Tagung. „Es ist auch unsere moralische Aufgabe, die Erprobungsphasen zu durchlaufen, zu lernen, wie man mit dem Komplex neuer Energieversorgung umgeht, und auch Subventionen zu bezahlen. Denn auch wir haben anderer Stelle über Jahre und Jahrzehnte Raubbau betrieben, wenn es darum ging, Ressourcen auszubeuten.“</p>
<p>Begrüßt worden war die Kanzlerin vom WBGU-Vorsitzenden Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Die Kanzlerin sei derzeit stark mit der Finanzkrise beschäftigt, sagte er. Aber so wie Ratingagenturen die Schulden von Staaten bewerteten, „so sind wir Klimawissenschaftler diejenigen, welche die globalen Klimaschulden bewerten.“ In beiden Fällen gehe es um nachhaltiges Wirtschaften mit knappen Ressourcen. Der bevorstehende Umweltgipfel Rio+20 könne nun entscheidende Impulse geben für die Entkoppelung von Wohlstand und dem bislang immer weiter gewachsenen Ausstoß von CO2 durch das Verbrennen fossiler Rohstoffe.</p>
<p>Auf dem Berliner Symposium sprachen hochrangige Wissenschaftler wie der Ökonom Nicholas Stern von der London School of Economics oder Leena Srivastava vom indischen TERI Energy and Resources Institute und Wirtschaftsvertreter wie Frank Mattern, Chef von McKinsey Deutschland, oder Caio Koch-Weser, Vize-Vorsitzender der Deutsche Bank Group. Viel beklatscht wurde von den rund 200 Teilnehmern als ganz besonderer Gast Su Wei, Generaldirektor Klimawandel bei der Nationalen Entwicklungs- und Reform-Kommission der Volksrepublik China, der sich klar für Klimaschutz aussprach.</p>
<p> </p>
<p><a class="external-link" href="http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Rede/2012/05/2012-05-09-rede-wbgu-symposium.html">Weblink zur Rede der Bundeskanzlerin</a></p>
<p><a class="external-link" href="http://www.wbgu.de/index.php?id=79">Weblink zum WBGU</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Jonas Viering</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Director</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-05-15T10:32:33Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/nobelpreistraeger-spricht-zu-potsdamer-doktoranden">
    <title>Nobelpreisträger spricht zu Potsdamer Doktoranden </title>
    <link>http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/nobelpreistraeger-spricht-zu-potsdamer-doktoranden</link>
    <description>11.05.2012 - Nobelpreisträger Mario Molina hat diese Woche  das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) besucht. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Treffens der Nachwuchswissenschaftler des Instituts (PhD Day) beschäftigte Molina sich mit dem Transfer von Forschungsergebnissen zum Klimawandel. „Die wissenschaftliche Gemeinschaft muss politischen Entscheidungsträgern die Risiken des Klimawandels besser kommunizieren“, sagte Molina. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; ">„<span lang="de-DE">Unter den Experten gibt es den Konsens, dass das Risiko eines gefährlichen Klimawandels bei einem Anstieg der Mitteltemperatur um zwei oder zweieinhalb Grad Celsius rapide zunimmt, und dass die wirtschaftlichen Schäden voraussichtlich signifikant höher liegen als die Kosten zur Minimierung dieser Risiken“, betonte Molina in seinem Vortrag. Gemeinsam mit zwei weiteren Forschern wurde er 1995 für seine Arbeit zu Bildung und Abbau von Ozon in der Atmosphäre mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet. Derzeit ist Molina Professor an der Universität von Kalifornien, San Diego sowie Präsident des „Mario Molina Zentrums“ in seinem Heimatland Mexiko. </span></p>
<p lang="de-DE" style="margin-bottom: 0cm; "> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm; "><span lang="de-DE">Für die gut </span><span lang="de-DE">hundert Doktoranden am PIK gab es am PhD Day nicht nur Gelegenheit zum Austausch mit „Mister Ozon“ Mario Molina. Der PIK-Gastwissenschaftler Ken Caldeira vom Department of Global Ecology am Carnegie Institut in Washington und Professor an der Stanford School of Earth Sciences sprach zu den "beabsichtigten und unbeabsichtigten Konsequenzen des Geoengineering" - eines der Themen </span><span lang="de-DE">die am PhD Day auch von den Doktoranden selbst diskutiert wurden. Erstmals fand der Tag teils in einem offenen </span><span lang="de-DE">Format statt: In kurzen Zeitabschnitten von jeweils 30 Minuten wurden in wechselnden Gesprächsrunden neben der Rolle des Wissenschaftlers in der öffentlichen Debatte unter anderem auch Themen wie  CCS oder Biomasse diskutiert</span><span lang="de-DE">. </span></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Sarah Messina</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-11T16:30:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/eit-climate-kic">
    <title>„Fantasie ohne Grenzen“: Strategietreffen der Europäischen Climate-KIC</title>
    <link>http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/eit-climate-kic</link>
    <description>09.05.2012 - Vom Imperial College London oder der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich bis zu Electricité de France oder Bayer Technology Services – mehr als 50 Repräsentanten aus Wissenschaft und Wirtschaft sind in der vergangenen Woche am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zu einem zweitägigen Strategietreffen zusammengekommen. Die Teilnehmer sind Vertreter oder Partner der Europäischen Wissens- und Innovationsgemeinschaft Klima (Climate-KIC), die sich mit der Förderung von Unternehmertum für eine nachhaltige Transformation beschäftigt. In Potsdam wurde die nächste Phase für die Weiterentwicklung der Innovationsplattformen der Gemeinschaft eingeleitet. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>„Die wichtigste aller Ressourcen ist die Fantasie. Denn Fantasie kennt keine Grenzen“, sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber zu den Teilnehmern. Schellnhuber ist als Direktor des PIK, eines Hauptpartners und Gründungsmitglieds des Climate-KIC, auch Vorsitzender dessen Aufsichtsrats. Mit seinem Bezug auf die Redewendung Albert Einsteins schlug Schellnhuber einen Bogen zum Ort der Zusammenkunft im historischen Wissenschaftspark auf dem Potsdamer Telegraphenberg, wo seinerzeit auch Einstein wirkte.</p>
<p>Als Schwerpunktthema für künftige Innovationsprojekte wurde unter anderem die nachhaltige Stadtentwicklung diskutiert – von Transportsystemen zu anderen urbanen Infrastrukturen. Auch CO2-arme Produktionsweisen, Klima-Informationssysteme oder integriertes Landwirtschafts- und Wassermanagement standen auf der Agenda des Climate-KIC Strategietreffens. Derzeit werden vom Climate-KIC und seinen Partnern rund 100 Millionen Euro für Investitionen in Innovationen bereitgestellt. In den nächsten Jahren soll dieser Betrag noch deutlich gesteigert werden.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Jonas Viering</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-09T15:05:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/die-elbe-ein-europaeischer-strom-im-globalen-wandel">
    <title>Die Elbe - ein europäischer Strom im globalen Wandel</title>
    <link>http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/die-elbe-ein-europaeischer-strom-im-globalen-wandel</link>
    <description>07.05.2012 - Das Hochwasser der Elbe vor zehn Jahren, der Trockensommer ein Jahr später – Extremereignisse offenbaren, wie verletzlich unsere Gesellschaft ist. Wie sich dies mit dem Klimawandel verändert, zeigt der jetzt veröffentlichte „Elbe-Atlas des globalen Wandels“. Er präsentiert Ergebnisse einer umfassenden Analyse zu den Wirkungen eines möglichen Klimawandels nicht nur auf den Wasserhaushalt selbst, sondern auch auf die hiervon abhängigen Wirtschaftssektoren. Dazu zählen die Stromproduktion, die Industrie, der Tourismus, die Schifffahrt oder die kommunale Wasserversorgung. Die Änderungen bis zum Jahr 2055 werden in detaillierten Karten veranschaulicht.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>„Der Wasserhaushalt ist in besonderer Weise vom Klimawandel betroffen“, erklärt der Projektleiter Frank Wechsung vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Deshalb wurden Analysen wie die vorliegende sehr früh vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. „Verringert sich jahreszeitlich das Wasserangebot, kommt es zu Nutzungskonflikten von Industrie, Landwirtschaft, Privathaushalten“, so Wechsung. „Unser Atlas zeigt die Problemschwerpunkte und unterstützt dadurch Anpassungsmaßnahmen.“ Das großformatige Werk wurde zusammen mit Wissenschaftlern aus Partnerinstitutionen des GLOWA-Elbe Verbundvorhabens und dem Leibniz-Institut für Länderkunde erstellt.</p>
<p>Im Sommer erscheint außerdem eine begleitende Buchveröffentlichung („Die Elbe im globalen Wandel“, Weißensee Verlag). Die Autoren rund um Frank Wechsung diskutieren hier unter anderem die Kosten eines möglichen Klimawandels und von Anpassungsmaßnahmen. In einem noch laufenden Forschungsprojekt wird die an der Elbe erprobte Vorgehensweise auf Teile des Haihe-Flusses in China übertragen. Im Guanting Einzugsgebiet eine knappe Autostunde von Peking entfernt werden in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Fachleuten Anpassungsmöglichkeiten des Wassermanagements in einer wirtschaftlich boomenden und zugleich vom Klimawandel absehbar betroffenen Region analysiert.</p>
<p> </p>
<p><a class="external-link" href="http://www.weissensee-verlag.de/autoren/wechsung_200.htm">Weblink zum Atlas</a></p>
<p><a class="external-link" href="http://www.glowa-elbe.de/">Weblink zum Projekt GLOWA-Elbe</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Jonas Viering</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-05-07T10:43:45Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/skh">
    <title>Hoher Besuch: Luxemburgs Staatsoberhaupt informiert sich über Klimawandel und Lösungsstrategien</title>
    <link>http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/skh</link>
    <description>25.04.2012 - Der neueste Stand der Forschung zum Klimawandel sowie mögliche Wege zu seiner Eindämmung wurden dem Großherzog Henri von Luxemburg gestern bei seinem Besuch am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) von Institutsdirektor Hans Joachim Schellnhuber und Vizedirektor Ottmar Edenhofer erläutert. Der Großherzog wurde während der einstündigen Begegnung auf dem historischen Potsdamer Telegraphenberg unter anderem von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck begleitet.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Luxemburg mag zu den kleinsten Staaten Europas gehören, im Herzen des Kontinents nimmt es innerhalb der Europäischen Union jedoch eine wichtige Rolle ein, auch in der gemeinsamen Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft. „Die Menschheit steht am Scheideweg“, so Schellnhuber während seines Vortrags, „Wenn der Ausstieg aus der fossilen Energie gelingt und wir das Zwei-Grad-Ziel erreichen, wären die Umweltveränderungen gerade noch akzeptabel. Machen wir weiter wie bisher, bewegen wir uns auf eine Erwärmung von 8 Grad zu – die Welt wäre nicht mehr die, die wir kennen.“ Um das Zwei-Grad-Ziel noch zu erreichen, müsse ein Großteil der noch vorhandenen Ressourcen im Boden bleiben. Edenhofer erklärte, im 21. Jahrhundert gehe es immer mehr um die Frage nach den globalen Gemeinschaftsgütern wie Wasser oder auch der Atmosphäre. „Wir brauchen klare Regeln, um die Atmosphäre gemeinsam zu verwalten“, sagte er.</p>
<p>Matthias Platzeck sagte im Anschluss an den Besuch, man sei es den folgenden Generationen schuldig, nicht nachzulassen in den Anstrengungen zur Begrenzung des Klimawandels. Großherzog Henri zeigte sich sehr interessiert an den skizzierten Lösungsstrategien. Im Rahmen seines Deutschlandbesuchs traf das luxemburgische Staatsoberhaupt Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Begleitet wurde er unter anderem vom Außenminister und Wirtschaftsminister seines Landes. Der Besuch des PIK erfolgte auf besonderen Wunsch des Großherzogs.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Mareike Schodder</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-26T07:30:27Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/neue-kopfe-in-den-forschungsbereichen">
    <title>Neue Köpfe in den Forschungsbereichen</title>
    <link>http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/neue-kopfe-in-den-forschungsbereichen</link>
    <description>02.04.2012 - An der Spitze der vier Forschungsbereiche des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat es im März gleich eine ganze Reihe von Wechseln gegeben. Die neue Mannschafts-Aufstellung ist Ergebnis eines größeren Prozesses zur Schärfung des Forschungsprofils. Das Ziel bleibt unverändert: Exzellente Forschung.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Im Forschungsbereich „Erdsystemanalyse“ (FB I) wird mit dem Physiker Wolfgang Lucht, der an die Seite seines unverändert als Leiter amtierenden Fachkollegen Stefan Rahmstorf rückt, die Kopplung von Modellen aus Biosphäre und dem physikalischen Erdsystem voran getrieben. Der bisherige Ko-Leiter dieses Forschungsbereichs, Wolfgang Cramer, wechselte als Direktor des <i>Institut Méditerranéen de la Biodiversité et d’Ecologie Marin et Continentale </i>nach Frankreich. Lucht war bislang einer der beiden Leiter des FB II „Klimafolgen und Vulnerabilität“.</p>
<p>Dieser Forschungsbereich wird nun von Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe und Hermann Lotze-Campen geleitet. Der Meteorologe Gerstengarbe war bislang bereits Mitglied des PIK-Direktoriums. Lotze-Campen war als Agrarökonom leitender Wissenschaftler im FB I. Mit diesem neuen Führungsduo wird eine stärkere Fokussierung des Forschungsbereichs auf die Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen angestrebt. So könnten sowohl Wetterextreme als auch Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft und damit die Nahrungsproduktion erhebliche Folgen für Gesellschaften weltweit haben.</p>
<p>Der FB III „Nachhaltige Lösungsstrategien“ hat sein Leitungsteam erweitert. Neben dem Ökonomen und PIK-Vizedirektor Ottmar Edenhofer, der unter anderem zur Vermeidung des Klimawandels und zur Zukunft des Energiesystems forscht, ist hier nun auch der Physiker Anders Levermann tätig. Levermann war bislang bereits Gruppenleiter im Forschungsbereich Erdsystemanalyse. Nun wird er Schritt für Schritt Forschung zur Anpassung an den Klimawandel aufbauen und hierbei Möglichkeiten und Grenzen von Adaptation aufzeigen.</p>
<p>Die stark mathematisch geprägte Erkundung von komplexen Netzwerken und Nonlinearitäten in sozialen wie natürlichen Systemen in FB IV wird nun komplettiert durch die sozialwissenschaftliche Erforschung gesellschaftlichen Stoffwechsels, wo gleichfalls Netzwerke und dynamische Prozesse von zentraler Bedeutung sind. Der Mathematiker Jürgen Kurths ist weiterhin einer der zwei Leiter des Forschungsbereichs. Sein Kollege Carlo Jäger ist in den Ruhestand gewechselt. An dessen Stelle tritt Helga Weisz, die als Kulturwissenschaftlerin und Biologin die Analyse von sozialen Metabolismen vorantreibt und bisher Ko-Leiterin im FB II war.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Jonas Viering</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-04-05T14:45:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/wetterrekorde-als-folge-des-klimawandels-ein-spiel-mit-gezinkten-wurfeln">
    <title>Wetterrekorde als Folge des Klimawandels: Ein Spiel mit gezinkten Würfeln</title>
    <link>http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/wetterrekorde-als-folge-des-klimawandels-ein-spiel-mit-gezinkten-wurfeln</link>
    <description>25.03.2012 - Das vergangene Jahrzehnt war eines nie dagewesener Wetterextreme. Dass diese Häufung nicht einfach nur Zufall ist, belegen jetzt Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Aus den vielen einzelnen Ereignissen fügt sich ein Bild zusammen. Zumindest bei extremen Regenfällen und extremen Hitzewellen ist der Zusammenhang mit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung deutlich, so zeigen die Wissenschaftler in ihrer Analyse des Forschungsstands in der Fachzeitschrift Nature Climate Change. Weniger klar ist dagegen der Zusammenhang bei Stürmen, trotz der beobachteten Zunahme der Stärke von Hurricans.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Allein 2011 gab es in den USA 14         Wetterextreme, von denen jedes Kosten in Höhe von mehr als einer         Milliarde Dollar verursachte – in mehreren Bundesstaaten waren         die Monate Januar bis Oktober die nassesten, die dort jemals         gemessen wurden. Aber auch in Japan gab es Rekord-Regenfälle,         und im Becken des chinesischen Jangtse-Flusses         Rekord-Trockenheit. Ähnlich in den Jahren zuvor. 2010 erlebte         Westrussland den heißesten Sommer seit Jahrhunderten, und         Pakistan und Australien Spitzenwerte bei den Niederschlägen.         2003 war in Europa der heißeste Sommer seit mindestens einem         halben Jahrtausend. Und 2002 fiel auf die Wetterstation von         Zinnwald-Georgenfeld im Erzgebirge an einem Tag mehr Regen als         in Deutschland je zuvor gemessen wurde – hierauf folgte die         Jahrhundertflut der Elbe.</p>
<p><b>"Eine Frage von Wahrscheinlichkeiten"</b></p>
<p>„Die Frage ist, ob diese Wetterextreme Zufall oder eine Folge         des Klimawandels sind“, sagt Dim Coumou, Haupt-Autor des         Artikels. „Im Einzelfalls lässt sich die Erderwärmung als         Ursache meist nicht dingfest machen - in der Summe aber wird der         Zusammenhang mit dem Klimawandel deutlich.“ Dies hat seine         Untersuchung von Daten und Studien ergeben.  „Das Ganze ist         keine Frage von Ja oder Nein, sondern eine Frage von         Wahrscheinlichkeiten“, erklärt Coumou. Die Häufung von         Wetterrekorden, sagt er, ist nicht mehr normal.</p>
<p>„Es ist wie ein Spiel mit gezinkten Würfeln“, so Coumou. „Eine         Sechs kann es auch so ab und zu mal geben, und man weiß nie,         wann das passiert. Aber jetzt gibt es viel öfter die Sechs. Weil         wir den Würfel verändert haben.“ Die vergangene Woche         illustriert dies: In Nordamerika wurden allein zwischen dem 13.         und 19. März an mehr als eintausend Orten historische         Wärmerekorde übertroffen.</p>
<p><b>Drei Pfeiler: Elementare Physik, statistische Analyse und Computersimulationen</b></p>
<p>Dabei stützen die Forscher ihre Analyse auf gleich drei Pfeiler:         elementare Physik, statistische Analyse und         Computersimulationen. Bereits grundlegende physikalische         Prinzipien legen nahe, dass die Erwärmung der Atmosphäre zu mehr         Extremen führt. So kann warme Luft mehr Feuchtigkeit halten, bis         diese plötzlich abregnet. Zweitens ließen sich statistisch in         den Temperatur- und Niederschlagsdaten klare Trends finden, wie         die Forscher erklären. Und drittens bestätigen auch detaillierte         Computersimulationen den Zusammenhang zwischen Erwärmung und         Rekorden bei Temperatur und Niederschlag.</p>
<p>Tropenstürme – je nach Region Taifune oder Hurricans genannt –         sollten bei wärmeren Wassertemperaturen zwar stärker werden,         aber nicht häufiger, so der Stand des Wissens. Im abgelaufenen         Jahrzehnt sind mehrere Rekordstürme aufgetreten, beispielsweise         Hurrican Wilma 2004. Allerdings sind die Zusammenhänge komplex         und teils noch nicht entschlüsselt. Die beobachtete starke         Zunahme der Intensität von Tropenstürmen im Nordatlantik 1980         bis 2005 etwa könnte neben der globalen Erwärmung auch eine         Abkühlung der obersten Luftschichten als Ursache haben. Zudem         sind die historischen Daten teilweise nicht genau genug.</p>
<p>Kälte-Extreme nehmen mit der globalen Erwärmung insgesamt ab,         fanden die Forscher. Allerdings gleiche dies nicht die Zunahme         der anderen Extreme aus.</p>
<p><b>"Klimaerwärmung kann aus einem Extremereignis ein Rekordereignis machen"</b></p>
<p>„Einzelne Wetterextreme haben oft mit regionalen Prozessen zu         tun, wie einem blockierten Hochdruckgebiet oder natürlichen         Phänomenen wie El Niño“, sagt Stefan Rahmstorf, Ko-Autor des         Artikels und Leiter des Forschungsbereichs Erdsystemanalyse des         PIK. „Das sind komplexe Prozesse, die weiter erforscht werden.         Aber diese Prozesse entfalten sich jetzt vor dem Hintergrund         einer globalen Klimaerwärmung. Und die kann dann aus einem         Extremereignis ein nie zuvor beobachtetes Rekordereignis         machen.“<br /> <br /> <br /></p>
<p><b>Artikel:</b> Coumou,           D., Rahmstorf, S. (2012): A Decade of Weather Extremes. Nature           Climate Change [DOI: 10.1038/NCLIMATE1452]<br /> <a class="external-link" href="http://dx.doi.org/10.1038/NCLIMATE1452"><br /><b>Weblink zum Artikel</b></a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Jonas Viering</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    <dc:date>2012-03-25T21:25:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
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